Essen. Die WAZ-Mediengruppe hat heute ihre Pläne zur Umstrukturierung der Zeitungsredaktionen in NRW vorgelegt. Demnach soll es an jedem Standort künftig nur noch eine Vollredaktion geben. Außerdem sollen Fotografen nicht mehr fest angestellt werden.
Rund 300 Redakteursstellen werden in den Mantel- und Lokalredaktionen abgebaut. Künftig werde es nur noch eine zentralen Content-Desk mit 83 Redakteuren sowie acht regionale Produktionsdesks geben, teilte das Unternehmen mit. Sofern es an einem Standort mehrere Lokalredaktionen gebe oder eine Redaktion “Verluste in Millionenhöhe” eingefahren habe, werde man diese Redaktion schließen.
Fotografen, die bisher fest angestellt waren, sollen künftig freiberuflich arbeiten. Dies betrifft nach Angaben des Konzerns die Zeitungen “WAZ” sowie “Neue Ruhr / Neue Rhein Zeitung”. Man werde sich jedoch bemühen, die Fotografen im Unternehmen zu halten.
Personell verstärkt wird hingegen das Online-Portal “DerWesten”. 20 neue Redakteure sollen künftig den Content- sowie die Regio-Desks unterstützen, um das Prinzip “Online First” zu realisieren.
Der WAZ-Konzern will nach eigenen Angaben durch eine Senkung der Personal- und Sachkosten im Jahr 2009 rund 32 Millionen Euro einsparen. Die Umstrukturierung soll bis Mai abgeschlossen sein.
Mehr zu diesem Thema im Internet:
- FAZ.net – WAZ baut ab: „Weg aus den roten Zahlen“ – 300 Stellen weniger (18.02.2009)
- Meedia.de – WAZ-Kahlschlag: 300 Stellen fallen weg (18.02.2009)
- newsroom.de – WAZ: Nur eine Redaktion pro Standort – keine festen Fotografen (18.02.2009)
- Tagesspiegel.de – Medienkrise: Vielfalt, das war einmal bei der WAZ (18.02.2009)






