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Wenn die Zeitung anrückt: Tipps für Pressesprecher und Medienagenturen

Notizblock, Stift, Pressemappe: Pressegespräche machen niemandem richtig Spaß. Zu den offiziellen Informationsveranstaltungen mit Organsitoren, Initiatoren, Sponsoren und Vertretern erscheinen oft schlecht bezahlte und entsprechend schwach motivierte Honorarschreiber. Vermeintlich wichtige Persönlichkeiten reichen Kaffee und verkünden den “Damen und Herren von der Presse” ihre mehr oder weniger wichtigen Botschaften.

Oft habe ich mich im Lokaljournalismus darüber gewundert, wie wenig Gedanken sich Pressesprecher und Medienagenten über ihre Aufgabe zu machen scheinen. Sie sollen ihre Botschaften möglichst attraktiv an die Journalisten weitergeben, machen dabei aber oft grobe Anfängerfehler. Hier also ein paar gut gemeinte Tipps aus der Sicht eines Berichterstatters.

Die geladenen Gäste: Kompetenz geht vor!

  • Laden Sie nicht zu viele Gesprächspartner ein (maximal vier bis fünf Personen). Es droht Verwirrung und eine endlose Sitzung, von der niemand profitiert. Die aufkommende Langeweile führt zu Verärgerung und Missmut auf beiden Seiten. Falschinformation und Öberflächlichkeit im späteren Bericht sind die Folge.
  • Neue Gesichter bitte, keine altbekannten Repräsentanten. Die sind in der Regel zu unmotiviert und verfransen sich in Nominalfloskeln – statt zum tausendsten Mal den Bürgermeister einzuladen, sollten Sie vielleicht ein Mitglied des städtischen Organisationsteams zu Wort kommen lassen.
  • Unbedingte Kompetenz: Nur Leute einladen, die etwas zu sagen haben oder eine eigene Meinung vertreten. Die bloße physische Anwesenheit einer Reihe von Personen ist kein Grund für einen Pressetermin.

In der Kürze liegt die Würze!

  • Fassen Sie sich kurz! Nur was wirklich neu und relevant ist, interessiert. Wieso eine stadtbekannte Organisation seit 65 Jahren bestimmte gesellschaftspolitische Aufgaben übernimmt, ist nicht zu erwähnen – gute Redakteure haben all das vorab recherchiert oder fragen explizit nach, wenn es von Belang ist.
  • Kommen Sie zum Punkt, ausgiebige Lobhudeleien sind fehl am Platze (“und ich möchte an dieser Stelle auch noch einmal ganz herzlich der stellvertretenden Bürgermeisterin Frau Dr. Schmidt-Meier für ihr außerordentliches und ehrenamtliches Engagement danken, ohne sie wäre das alles nicht möglich gewesen”). Solche Sätze wird jeder erfahrene Redakteur in voller Länge überhören und dabei auf die Uhr schielen.
  • Stattdessen lieber möglichst genaue Fakten in einer separaten schriftlichen Information nennen – bei Vereinen Mitgliederanzahl, Jahresbeitrag, Gründungsjahr. Bei Firmen Anzahl der Mitarbeiter, Jahresumsatz und Standorte. Ganz wichtig für die Pressemitteilung: Volle Namen und Funktionen der wichtigsten Personen sowie deren genaue Kontaktdaten (Handy-Nummer!). So vermeiden Sie Fehler bei Namensnennungen in der Zeitung und ermöglichen spätere Nachfragen!
  • Nehmen Sie sich Zeit für Fragen. Wer gar nicht erst reden will, scheut sich vor Spontanität und wirkt in der Öffentlichkeit nicht glaubwürdig (einmal wurde ich mit den Worten begrüßt: “Wir wollen in 20 Minuten hier fertig sein, also beeilen Sie sich bitte”). Freuen Sie sich über aufdringliche Journalisten: Je mehr Fragen Sie gestellt bekommen, desto größer wird Ihr Thema in der Zeitung erscheinen.
Quelle: Bjorn de Leeuw, stock.xchng

Quelle: Bjorn de Leeuw, stock.xchng

Lügen und Schleichwerbung sind die falsche PR-Strategie!

  • Seien Sie ehrlich. Wer unpräzise Angaben macht, lädt zur kritischen Gegenfrage ein und kommt am Ende schlechter weg, weil er unglaubwürdig wirkt. Beim Pressetermin zum Richtfest eines Bürogebäudes: Wenn es Verzögerungen beim Bau gegeben hat, geben Sie das lieber gleich zu. Vermeiden Sie auch Superlative, die sich nicht belegen lassen. Später wird in der Zeitung stehen, das Gebäude sei wohlmöglich gar nicht das höchste der Stadt.
  • Keine Schleichwerbung platzieren oder Gesprächsgäste aus Gefälligkeit einladen (“und nun möchte ich das Wort an den Inhaber der bekannten Firma Fliesen-Reinhold geben, Herrn Dieter Reinhold, der die Aktion tatkräftig unterstützt hat und für den diese Spendengala zur festen Tradition geworden ist”). Sponsoren aus der Wirtschaft sind wichtig und werden daher in der Regel auch in voller Länge im Artikel genannt. Sie müssen aber nicht unbedingt beim Pressetermin anwesend sein.
  • Eine Zeitung ist keine Werbeagentur, die sich alles in die Feder diktieren lässt. Ein Firmenchef sagte mir zum Abschied des Pressetermins: “Schreiben Sie mal ne schöne Annonce”. Respektieren Sie bitte die öffentliche Aufgabe der Journalisten, die auch mal kritische Fragen stellen – oder googeln Sie mal das Wort “Journalismus”, bevor Sie bei Gegenfragen die Augen verdrehen oder ausfallend werden. Kostenlose Werbeplatzierungen werden Sie nirgends finden, erst recht nicht in der Zeitung.

Bei Fotos: Bitte nicht nur freundlich lächeln!

Quelle: Gözde Otman, stock.xchng

Quelle: Gözde Otman, stock.xchng

Manchmal möchte der anwesende Pressefotograf seiner beruflichen Pflicht nachkommen. Hier ist folgendes zu beachten:

  • Nehmen Sie sich Zeit für ein gutes Foto – es lohnt sich! Vor der Kamera zu posieren ist manchmal ungewohnt und anstrengend. Die Alternative für Sie ist: Es wird kein Bild abgedruckt und niemand liest den Artikel in der Zeitung.
  • Anschaulichkeit: Erklären Sie am lebenden oder toten Objekt, was sie der Öffentlichkeit zeigen wollen. Ein Gruppenbild mit ein paar bewegungslosen Repräsentanten ist unattraktiv. Wenn der Bürgermeister einen neuen Spielplatz einweiht, sollte er auch mal die Rutsche hinunterrutschen – das ist ungewöhnlich, wirkt menschlich und erzeugt sehr viel Aufmerksamkeit in der Zeitung. Wenn Sie als Verein eine Ehrenplakette verleihen, bringen Sie die Plakette in der Schatulle zum Termin mit. Wenn Sie als Klinik-Direktor über einen Geburtenzuwachs informieren wollen, halten Sie das Pressegespräch doch im Kreissaal ab – da gibt es was zu gucken. Das ist viel besser als ein steriles Besprechungszimmer.
  • Nicht jeder muss aufs Bild. Die wichtigsten Personen und Einrichtungen werden in der Regel im späteren Artikeltext genannt. Und bitte nicht traurig sein, wenn ein anderes Bild in der Zeitung landet als das von Ihnen favorisierte.

Mehr zu diesem Thema im Internet:

  • Storyboard – das Kommunikationsblog – Zehn Dinge, die PR-Leute tun können, um Public Relations neu zu erfinden (19. Mai 2008)
  • Storyboard – das Kommunikationsblog – Was ist eigentlich Qualitäts-PR – und was nicht? (19. Mai 2008)
  • Pädagogischer Austauschdienst – Tipps für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (August 2007)
  • Online-Marketing-Praxis – Wie Sie Pressegespräch und Pressekonferenz optimal nutzen
  • IHK Reutlingen – Tipps für die Öffentlichkeitsarbeit

  • Buch-Tipp:

  • Deg, Robert: Basiswissen Public Relations. Professionelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. 2007
  • Peinliche Politiker bei YouTube: Erste Gehversuche im Online-Wahlkampf

    Seit einigen Tagen ist die CDU mit einer eigenen Seite auf der Video-Plattform YouTube vertreten. Damit will man sich als modern präsentieren und sich auf den Online-Wahlkampf 2009 vorbereiten, wie aus einer gewohnt bescheidenen Pressemitteilung zu entnehmen ist.

    Wohlan. Dass die alt eingesessenen Parteien den Schritt ins große weite Netz wagen, ist lobenswert und mutig – schließlich dürfte jeder durchschnittliche Teenager mehr Ahnung vom WWW haben als Merkel, Beck und Co. Und steckten die Online-Ambitionen der Bundestagsparteien 2005 noch in den Kinderschuhen, so hat man sich für die nächste Wahl Großes vorgenommen.

    Das neueste Video: Einschlafen im Nominalstil

    Ich bin gespannt und schaue mir die neue CDU-TV-Seite mal an. Im aktuellen Video geht es um die “Deutschlandtour” des Ronald Pofalla, seines Zeichens Generalsekretär der Christdemokraten (das ist der mit den schnittigen Sprüchen, der immer gerne für ein streitbares Statement in die Kamera lächelt). Zunächst sehen wir den Benz-Bus, unterlegt mit triumphaler Fanfaren-Musik aus der Werbefilm-Mottenkiste.

    Ein resoluter Moderator (die CDU nennt ihn “Reporter”) trägt geordnet vor, was heute auf der Tagesordnung steht: Pofalla besucht die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Klingt nach Anwesenheitspflicht. Im anschließenden Interview mit Rainer Eppelmann, dem Vorsitzenden der Stiftung, lautet die erste Frage dieses temperamentlosen Moderators: “Was sind die hauptsächlichen Aufgabengebiete Schrägstrich Verantwortlichkeiten?” Mein lieber Markus Brauckmann, das ist eine Frage, wie sie nur ein unkreativer Öffentlichkeitsarbeiter stellen kann. Spätestens hier sind die jungen Zuschauer schon drei YouTube-Videos weiter und ziehen sich die neusten Drogen-Eskapaden von Amy Winehouse rein.

    Die Antwort Eppelmanns kommt daher wie eine barsche Reaktion auf die langweilige Frage, denn der Vorsitzende sagt mit todernster Miene: “Laut Beschluss des deutschen Bundestages…” An dieser Stelle sind auch die verbliebenen fünf Prozent der Zuschauer weg – der Nominalstil ist zum Einschlafen.

    Ein “Signal”, das in Gefälligkeitsfragen untergeht

    Der Interviewer lässt den Vorsitzenden ungestraft seinen Sermon abspulen – Cut. Dann geht die Tortur noch weiter: Was macht diesen Besuch so unsagbar spannend? Gelangweilte Blicke vom Generalsekretär und vom CDU-Mann Friedbert Pflüger, als Eppelmann lediglich von einem “Signal” spricht. Das sagen wichtige Repräsentanten immer dann, wenn es nichts zu sagen gibt.

    Kein Elan, zu viel sprachliche Präzision, ein gemächlich-sanfter Redefluss. Der Moderator scheint nicht glücklich zu sein mit seinem undankbaren Job. Die mit nachdenklicher Musik unterlegten Nichtigkeiten, die der Sprecher hier vorträgt, enthalten ebenfalls nichts Außergewöhnliches. Natürlich geht es um ein ernstes Thema, aber Interesse dafür erregt der Film überhaupt nicht. Manchmal hat man Sorge, dass der Ton plötzlich absäuft und der Film stehen bleibt. Im Interview mit dem Spitzenpolitiker gibt es dann erwartungsgemäß nur Gefälligkeitsfragen. Was soll der Reporter auch machen, er wird ja sonst gefeuert. Keine Angriffspunkte, keine Pfiffigkeit, nicht mal flotte Formulierungen.

    Fazit: PR-Arbeit mit Fremdschäm-Faktor

    Dieses Video sagt leider nur aus, dass die CDU eine ziemlich langweilige Partei sein muss. Gar kein Video wäre für die CDU also besser als dieses Video, denn hier hat die PR-Abteilung nur mühsam ihre fast siebenminütige Plicht getan – mehr nicht. Und um Aktualität bemüht man sich erst gar nicht: Für heute Abend war ein Video aus Kassel angekündigt, das aber leider zur Stunde noch unauffindbar ist. Von einer “Internet-Partei” (siehe Pressemitteilung) ist die CDU noch Lichtjahre entfernt.

    Keine Sorge, Pofalla: Der Kollege von den Sozis kann’s auch nicht besser

    Doch die CDU kann aufatmen: Denn die Konkurrenz macht es keinen Deut besser. Jüngstes Beispiel für die peinliche Polit-Profilierung im Web 2.0 ist SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, der sich aktuell im Twitter-Netzwerk den Spöttern preisgibt (siehe Screenshot). Er ist auf Amerika-Reise und textet ganz wirres Zeug. Natürlich gibt es keinen Nachrichtenwert, und da das Image der SPD ja ohnehin bereits hoffnungslos ramponiert ist, kann der werte Generalsekretär weiter in die Heimat twittern. Da sieht man’s mal wieder: Nicht immer führt es zu verbalem Qualitätsgewinn, wenn sich Bundespolitiker ungefiltert und ohne Absprache mit ihren PR-Beratern öffentlich äußern.

    Online-Wahlkampf in den USA: Die PR-Profis machen vor, wie’s geht

    Jetzt, da Heil sich gerade an Ort und Stelle befindet, könnte er sich einiges in Sachen Online-Wahlkampf von seinen US-Kollegen abgucken. Die sind nämlich wahre Internet-Profis: Ob YouTube-Seite, MySpace oder Kampagnen-Homepage (siehe Screenshot) – der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama wirkt auch digital durch und durch kompetent. Auch John McCain, sein republikanischer Kontrahent, macht bei MySpace und YouTube einiges her.

    Hier zeigt sich: Wer sich als Spitzenpolitiker voll und ganz dem neuen Massenmedium Internet stellt, geht hohe Risiken ein, kann aber auch viel Aufmerksamkeit und Wählernähe erzeugen. Bisher scheinen die deutschen Politiker noch nicht für diese Mutprobe bereit zu sein – aber die ersten stolpernden Gehversuche sind ein Indiz dafür, dass es nur besser werden kann.

    Mehr zu diesem Thema im Internet:

  • Horizont.net – CDU startet eigenen Videokanal bei Youtube (25. August 2008)
  • turi2.de – CDU setzt im Wahlkampf auf Bewegtbild-Propaganda im Netz (25. August 2008)
  • politik-digital.de – Hamburg-Wahlkampf im Netz (21. Februar 2008)
  • heise online – Kleckern und Klotzen im Online-Wahlkampf (2. August 2005)
  • Bundeskanzlerin – Video-Podcast
  • Crossmedia: Burda-Verlag will Bratpfannen verticken

    “Change or die.” Wer am neuen Medienmarkt überleben will, muss seine Marketingkonzepte drastisch ändern – soweit die Theorie. Doch was Burda-Vorstand Christiane zu Salm gestern in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorgeschlagen hat, klingt richtig innovativ: Die Verlage sollen künftig kein bedrucktes Papier mehr verkaufen, sondern Bratpfannen. Und außerdem sollen sie noch Werbespots drehen.

    Im Labor zischt und brodelt es

    Die Frau hat sich etwas vorgenommen. Nur was, das weiß sie wohl noch nicht so genau, oder sie will es nicht verraten. Als neuer “Vorstand Crossmedia” des Burda-Verlags zu München muss sie experimentieren. Seit vielen Jahren basteln die Verlage in ihren Entwicklungslaboren an einem Ausweg aus der Zeitungsflaute, hin zu neuen, lukrativen Ufern im Internet. Holtzbrinck hat’s probiert mit dem StudiVZ-Aufkauf und dem hippen Nachrichtenportal zoomer. “Wir entwickeln gerade für einen Markenartikler eine neue Community”, sagt zu Salm geheimnisvoll.

    “Vorstand Crossmedia” hört sich nach jemandem an, der aus dem Journalismus kommt oder zumindest mal damit zu tun hatte. Zu diesen Personen gehört die Neue aber nicht. Sie studierte BWL und machte sich als MTV-Geschäftsführerin einen Namen. Dann machte sie aus einem Frauensender die Quizhölle 9Live – das Blatt nennt die Abzockmaschinerie einen “einträglichen Anrufsender”. Eins steht fest: Frau zu Salm ist clever und kann mit Geld umgehen.

    Verlage als Versandhändler – Journalismus adé

    Aber kann sie auch mit Verlagen umgehen? “Journalistisch gestaltete Inhalte sind sehr schwer zu refinanzieren”, sagt sie und meint damit das Internet. Online-Journalismus allein ist nicht lukrativ, weil keiner dafür Geld hergeben will. Und deshalb will sie künftig “Commerce, Inhalt und Monetarisierung zusammenbringen”. Soll heißen: Der Verlag soll in erster Linie nicht Journalismus, sondern Anzeigen und alles Mögliche verkaufen – Beispiel: “Wer dann auf die Homepage von ‘Elle klickt, kann vielleicht eine Designertasche kaufen.” Und wer auf der Homepage eines Burda-Haushaltsblättchens surft, bekommt schwups ‘ne Bratpfanne angedreht.

    So einfach ist das: Christiane zu Salm will “den Leser zum Kunden” machen. Das Burda-Produkt wird quasi Neckermann, Otto, MediaMarkt und Frauenzeitschrift in Einem, und das alles hocheffizient sowie crossmedial.

    Zukunft der Verlage: Werbung über alles – Hautpsache kosumorientiert

    Denn was Crossmedia angeht, so soll die Kraft des Unternehmens künftig in der Werbeproduktion gebündelt werden: Der Verlag soll Print-Anzeigen und Online-Werbespots selbst bereitstellen, sagt Frau Crossmedia. Aufgabe des Medienerzeugnisses hinsichtlich eines beworbenen Produktes soll es sein, “Sehnsucht zu erzeugen, den Konsumenten für das Produkt einzunehmen”.

    Eins steht fest: Ich werde nicht ins Internet gehen, weil man mir auf dem Papier ein tolles Video verspricht. Mich überkommt eher ein schauriges Gefühl bei dem Gedanken, dass Redaktion, Vertrieb und Anzeigen künftig ein Bereich werden sollen. Denn ändert der Konsument (ehemals Leser) seine Vorlieben, muss ich als Journalist plötzlich nicht mehr über Politik und Kultur, sondern über Bratpfannen und Handtaschen texten.

    Mehr zu diesem Thema im Internet:

  • FTD.de – Serie: Die Zukunft der Zeitung
  • taz.de – Dossier: Die Zeitung der Zukunft
  • Kommerz 2.0: Bloggen im Auftrag der Wirtschaft

    Seit Januar 2007 bietet das Schweizer Marketingunternehmen “trigami” Internet-Bloggern einen Nebenverdienst an: Für Produktrezensionen auf ihren Internetseiten bekommen die Webautoren bares Geld. Während die einen eine schleichende Kommerzialisierung der Blogger-Szene befürchten, freuen sich andere Hobby-Autoren über ein kleines Zubrot – und die so beworbenen Konzerne frohlocken. Weiterlesen ‘Kommerz 2.0: Bloggen im Auftrag der Wirtschaft’ »