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Anhand konkreter Zahlen: Führende deutsche Online-Redaktionen haben eine miserable Frauenquote

Vielleicht ist es ja einfach so, dass Frauen ungern ihren Klarnamen über die eigenen Artikel setzen – sie benutzen lieber ihr Kürzel. Vielleicht recherchieren sie enorm akribisch, schreiben entsprechend selten und sahnen später die dicken Preise ab. Oder sie schreiben für ganz viele Medien gleichzeitig, streuen ihre Artikel über unzählige Publikationen und tauchen deshalb seltener auf den einzelnen Online-Portalen auf. Vielleicht schreiben sie nur jämmerliche Meldungen, sind in den Redaktionen vornehmlich mit Redigiertätigkeiten oder Kaffee-Kochen beauftragt – eine wenig erquickliche Vorstellung.

Vielleicht muss man aber einfach sagen, dass in führenden deutschen Redaktionen erschreckend wenig auf die Frauenquote geachtet wird. Anhand einer ansatzweise vollständigen Erfassung von Autoren-Nennungen auf vielen deutschen Nachrichtenwebsites kann ich das untermauern.

Wusste ich anfangs noch nicht so recht, was ich mit meinem Journalisten-Aggregator The Newsroom List anfangen sollte, entpuppt sich der fleißige Artikel-Auswerter inzwischen als brauchbares Tool, um generelle Trends und handfeste Zahlen über deutsche Online-JournalistInnen zu ermitteln. Die nächtelange Programmierarbeit hat sich also gelohnt – seit Oktober 2010 sind nun viele Tausend Datensätze zusammengekommen.

Zur Erhebungsmethode

Mein Aggregator arbeitet im Prinzip recht simpel: Er crawlt ausgewählte Nachrichtenangebote und wertet dabei die Autorenzeilen der Artikel aus. Irgendwann soll daraus eine Bachelorarbeit werden. Für die vorliegende Auswertung habe ich nur jene AutorInnen berücksichtigt, deren Profil bereits freigeschaltet, zuvor manuell geprüft wurde. Außerdem fließen nur jene AutorInnen in die Bewertung mit ein, zu denen mindestens fünf Artikel mit Klarnamen-Nennung vorliegen – also berücksichtige ich nur regelmäßige SchreiberInnen, die diese Mindestmarke überschritten haben. Artikel mit reiner Kürzel-Nennung werden ignoriert.

In die Bewertung fließen zudem nach Möglichkeit nur Artikel aus Ressorts ein, die als redaktionell/journalistisch gelten. Ausschließlich auf Werbung oder Drittinhalten basierende Ressorts fließen nicht ein. Der Erhebungszeitraum ist je nach Medium unterschiedlich, da die Portale nach und nach in den Aggregator integriert wurden – er liegt zwischen Mitte Oktober 2010 und dem heutigen Tag, beträgt in der konkreten Auswahl aber mindestens zehn Wochen.

Dies alles als wissenschaftlich belastbar zu bezeichnen, wäre falsch – eine absolut lückenlose Erfassung ist schon rein technisch nicht möglich. Auch die Autorenerkennung ist nicht perfekt, aber dennoch in den allermeisten Fällen völlig zutreffend.

Die Ergebnisse: FAZ.net ist mit 77 Prozent am männlichsten

Bei aller Vorsicht, mit der die Ergebnisse zu genießen sind, das Erschreckende vorab: Unter den zwölf ausgewählten Nachrichtenportalen, darunter überregional, regional sowie primär lokal ausgerichtete, findet sich nirgends eine einigermaßen ausgeglichene Geschlechterquote. Lediglich die Lokalnachrichten von DerWesten.de können eine mäßige Frauenquote von 44 Prozent (422 regelmäßige Autorinnen) ausweisen – dort fließen bislang aber wirklich nur die Artikel aus den Lokalredaktionen ein. Den schlechtesten Frauenanteil insgesamt erreicht das Portal FAZ.net mit nur 23 Prozent weiblichen Autorinnen. Auch Spiegel Online (26 Prozent) und Zeit Online (28 Prozent) haben offensichtlich ein Frauen-Quotenproblem.

Man kann es nun drehen und wenden, man kann diesen aggregierten Zahlen als unzuverlässig abtun. Allerdings bezweifle ich, dass deutsche Redaktionen in einer wissenschaftlich fundierten Vollerhebung wesentlich besser abschneiden würden. So deckt sich etwa meine ermittelte Quote von Spiegel Online auffällig genau mit einer internen Erhebung der Hamburger Print-Redaktion von Januar 2011 (siehe auch Zapp-Beitrag): Die Redaktion ermittelte 28 Prozent Frauenquote, mein Aggregator spuckt 26 Prozent aus – für die Nachrichten-Website wohlgemerkt.

Zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ich die AutorInnen weiterer Online-Portale in der Newsroom List freigeschaltet habe, bietet sich etwa die Untersuchung von Bild.de und taz.de an – ob sich hier wohl besonders krasse Unterschiede finden lassen?

Sollten die jeweiligen Redaktionen an den nun erhobenen Zahlen Zweifel hegen, rufe ich zu Widerspruch auf. Allerdings müsst ihr mir dann schwarz auf weiß darlegen, dass es in eurem Haus in Sachen Frauenquote doch gar nicht so schlecht aussieht. Oder ihr erklärt mir, warum eure Journalistinnen ihre Online-Texte lieber mit Kürzel als mit Klarnamen versehen.

Zum Weiterlesen: Medium Magazin – An der Qualität liegt es nicht (2007)

31 Kommentare

  1. Lars sagt:

    Führende deutsche Krankenhäuser und Altersheime haben eine miserable Männerquote!

    “Vielleicht muss man aber einfach sagen, dass in führenden deutschen Redaktionen erschreckend wenig auf die Frauenquote geachtet wird.”

    Ähm, warum sollte man überhaupt darauf achten? Soll man eine Frau einstellen, nur damit irgendeine Zahl etwas besser aussieht, deren Sinn und Zweck äußerst fragwürdig ist?

  2. Flo sagt:

    Die Frauenquote bei der Müllabfuhr ist übrigens auch erschreckend niedrig *achselzuck*

    • Gré sagt:

      Hallo,
      Die Männerquote beim “Füddli-Putzen” und “Essen-Eingeben” in der Pflege und WC-Putzen,Abwaschen,Kinder-Mäuler-Putzen,Pflege von Angehörigen,etc.ist auch schrecklich niedrig.Es sind nicht erst die jüngere, moderne Frauen, die eine bessere Ausbildung haben als die ältere Generation und nach vorne streben.Auch die neuen Grossmütter wollen endlich einmal etwas wichtiges realisieren und nicht nur die Löcher stopfen “müssen” die andere zurück lassen.Das kommt noch hinzu.Es gibt Männer die Angst haben auf das Alter hin,warum wohl?!

      • Andi sagt:

        Die Männer haben in den letzten Jahrzehnten genug Mäuler abgewischt und Essen ausgegeben…meist unter Zwang.

        Nennt bzw. nannte sich im Neusprech “Zivildienst”, gemeint war aber Zwangsdienst.

        Nur für Männer versteht sich.
        Da haben die Frauen noch eniges aufzuholen um hier mitreden zu können.

  3. Achim sagt:

    und die Liste mit geschlechtlicher Ungleichbesetzung läßt sich beliebig fortsetzen.

    - Emma
    - Bunte

    Die Apothekenrundschau hat zumindest nach Impressum eine ziemlich faire Verteilung.

    Es bleibt weiter spannend.

  4. Stefan sagt:

    Greift eine Aufteilung nach biologischem Geschlecht heutzutage nicht eh zu kurz?

  5. Katrin sagt:

    Und WARUM soll das nun so wichtig sein? Bei Artikeln ist ihre Qualität wichtig – wer sie geschrieben hat, ist für mich völlig unwichtig. Frauenquoten, damit die Frauen nicht “benachteiligt” werden, halte ich für Quatsch. Was ich wichtig fände, wäre zB eine Männerquote in Schulen und Kindergärten – da würde es wirklich Sinn machen, den Jungs eine männliche Identifikationsfigur zu geben. Bei der Müllabfuhr oder in Vorständen irgendwelcher Aktienunternehmen (ca 300 Jobs in Deutschland auf wieviele Millionen erwerbstätige Frauen?) ist das doch echt schnuppe.

    • Angelika sagt:

      Bei Kindererziehung ist die Qualität wichtig, wer sie erzieht ist für mich völlig unwichtig. Männerquote, damit die Männer nicht “benachteiligt” werden, halte ich für Quatsch.

      Merken Sie’s? Lässt sich alles nach Gusto umwandeln. Fakt ist, dass es Ungerechtigkeiten gibt, die es zu beseitigen gilt. Und dazu gehört natürlich auch die Annahme, Frauen seien besser für Kindererziehung geeignet. Fakt ist aber auch, dass kaum ein Mann sich mit der schlecht bezahlten Arbeit eines Grundschullehrers mit geringen Aufstiegschancen zufrieden gibt.

  6. Maro sagt:

    Schoene Statistik, sinnloses Ergebniss.

    Klasse gemacht, nun weiss alle Welt das Frauen sich a. in der Vergangeheit nicht fuer Online Medien interessiert haben und b. Das es immer noch die “QUOTE” gibt.

  7. Klaus sagt:

    Als ich die Ankündigung dieses Artikels im Bildblog las, dachte ich: was soll der Scheiß? …und dachte sofort über einen ironischen Kommentar nach. Nach dem Lesen obiger Kommentare kann ich mir das sparen: die sagen genau das, was ich auch…

  8. Jürgen Müller sagt:

    Da bleibt nur eine Konsequenz:
    1. Männer entlassen bis die 50% Quote erreicht ist.
    2. Danach nur noch Doppeleinstellungen: jeweils eine Frau und ein Mann gleichzeitig.

    Was ist eigentlich mit Hermaphroditen und Transsexuellen? Denkt denn niemand an die!?

  9. Fassungsloser sagt:

    Ich bin echt geschockt und musste mich erst mal hinsetzen (entsetztes Herzrasen, Knieflattern, Zähneklappern, etc.)

    Aber dann kam mir der ketzerische Gedanke, dass, äh, Frauen womöglich eben ne miserable Qualitätsquote im Onlinebereich haben.

  10. DT sagt:

    Viel erschreckender finde ich, dass da teilweise mit 300 Mann/Frau gearbeitet wird und dabei so ein mickriger und oft bloß fragwürdiger Output bei entsteht. Und dann wundert man sich unter den (jungen) Journalisten und meckert herum, wenn die Löhne gesenkt werden. Herrlich.

  11. Ein Super-Experiment! Der Blogpost wirft eine Frage auf – Warum sind so wenige Frauen in Online-Redaktionen aktiv – und die Kommentare lassen genau diesbezüglich keinerlei Fragen mehr offen. Chapeau!

  12. bommeljogi sagt:

    Danke, Antje. Allen anderen empfehle ich, sich doch noch einmal genau über die Gründe zur Einführung einer Frauenquote zu informieren.

    • Lars sagt:

      Also, nehmen wir einmal einen Ort wo 50 Männer und 49 Frauen arbeiten. Nun bewerben sich 1 Mann und 1 Frau um 1 offene Stelle. Beide besitzen die gleichen Qualifikationen.

      Sollten die beiden Menschen nun gleich behandelt werden oder sollte einer von beiden aufgrund seines Geschlechts diskriminiert werden? Und wenn ja, welcher?

  13. Anna sagt:

    Nein, Antje und bommeljogi. Ich als Frau muss hier auch schreiben: “Was soll der Blödsinn?” Die Diskussion um Frauenquoten in Vorstandsetagen, in Onlinemedien usw. ist eine schwachsinnige, sofern die LIDL-Verkäuferin (willkürliches Beispiel) sich noch für 400 Euro den Rücken krummschuftet und ohne Anspruch auf Kita-Platz und ähnliche Annehmlichkeiten (was schreibe ich: Selbstverständlichkeiten!) zusehen muss, wie sie den Monat finanziell rumkriegt. Frauenquoten sind Luxussorgen!

    Habe gerade eine Anfrage auf den Tisch bekommen, ob Transgender-Studierende an unserer Universität in Seminaren ausreichend Raum und Zeit für “ihre” Fragen bekommen und kratze mir noch immer den Kopf. Das nur am Rande zur Quotendiskussion. Frauen sind immerhin noch 50% der Bevölkerung…

  14. Lars Fischer sagt:

    Bei uns ist die Frauenquote derzeit 1/5, seitdem neulich unsere Physikerin weggegangen ist. Ich bin aber noch nicht lang genug dabei um über Ursachen zu spekulieren.

    Was ich persönlich bemerkenswert finde ist dass die Praktis, die hier durchgeschleust werden, weit überwiegend Frauen sind und Frauen auch in meiner Ausbildung deutlich in der Mehrheit waren. Das Verhältnis kehrt sich irgendwo zwischen Ausbildung und Redakteursposten radikal um.

    @Antje Schrupp:
    Allerdings sind die Kommentatoren m.E. weniger für die Redakteure repräsentativ als für eine ganz bestimmte Sorte von Leserbriefschreibern… ^^

  15. Wie viel Prozent der Artikel waren mit Namen ausgezeichnet?
    Werden Namen von Autoren herausgefiltert, die eigentlich nur fürs Muttermedium schreiben, deren Artikel dann aber online gestellt werden (die FAZ wird kaum 270 reine Online-Autoren oder gar Redakteure haben)?

    Viele Newsroom-Tätigkeiten – Redigieren, Beiträge abnehmen, Nachrichten ohne Namenskürzel, Grafik … – werden durch das Forschungsdesign in der Tat nicht erfasst.

  16. Störtebeker sagt:

    Zunächst ein paar Fragen:
    1. Wie hoch war in den letzten 20-30 Jahren der Anteil der Frauen, die ein Volontariat und/oder einen Uni-Abschluss mit dem Ziel erworben haben in den Journalismus zu gehen?
    2. Wie hoch ist der Frauenanteil in den Printredaktionen?
    3. Wie hoch ist der Frauenanteil bei anderen Online-Medien (z.B. die ebenfalls gut besuchten Seiten wie Brigitte oder Bunte)?

    Wenn man dann noch annimmt, dass es Frauen gibt, die sich guten Gewissens gegen den mühsamen Broterwerb im Journalismus und statt dessen für eine “ruhigere” berufliche Laufbahn und für’s Kinderbekümmern entscheiden, bekommen wir schon eine logische Antwort auf die Frage, wo die restlichen Frauen geblieben sind.

    Davon abgesehen scheint mit die Frage nach dem Anteil der Frauen, die unter Klarnamen Artikel veröffentlichen, selbst für eine Bachelor-Arbeit ziemlich … irrelevant. Die Argumente der Quoten-Befürworter (die ich nicht teile) zielen ja auf gesellschaftlich besonders angesehene Berufe ab, da gehören die Online-Redakteure wohl eher nicht dazu.

    Der Autor des Artikels (ebenso wie bommeljogi und Antje) legt implizit nahe, dass der geringe Frauenanteil auf (männlichen) Sexismus in den Führungsetagen der entsprechenden Medien zurückzuführen sei. Selbst wenn das stimmt, ist’s doch tröstlich, dass dieser Sexismus (ich unterstelle mal, dass er in diesem Fall nicht durch bessere Leistungen meiner Geschlechtsgenossen legitimiert wird) dazu führen würde, dass die entsprechenden Medien schlechtere Artikel anbieten könnten, letztlich weniger Leser bekommen usw. usf.

    Ich glaube jedoch, dass die obigen Erklärungsansätze für einen Großteil der Varianz entscheidend sind und eben nicht Sexismus. Es ist nun mal längst nicht jede Ungleichheit eine Ungerechtigkeit.

  17. Hallo Nils!

    Ich bin selbst Mitglied einer Online-Redaktion und möchte zwei Anmerkungen zu dieser durchaus interessanten und von der Tendenz her sicher nicht falschen Analyse machen.

    1. Die Anzahl der angegeben Redakteure bei allen genannten Medien – mit Ausnahme von Spiegel Online – ist weit größer als die tatsächliche Online-Redaktion. Das liegt daran, dass viele Artikel bei Portalen wie der FAZ, dem Westen, FTD.de oder Handelsblatt Online auch aus dem gedruckten Blatt übernommen werden. Ich glaube daher, dass die hier beobachtete Tendenz für den Journalismus allgemein gilt, nicht für den Online-Journalismus im speziellen.

    Übrigens gibt es auch Kooperationen und Übernahmen zwischen verschiedenen Portalen (z.B. die Portale der Holtzbrinck-Gruppe). Ich weiß nicht, inwiefern das bei der Analyse berücksichtigt wurde – oder ob hier Autoren doppelt und dreifach gezählt wurden.

    2. Zumindest bei Handelsblatt Online ist es so, dass Kürzel vor allem dann zum Einsatz kommen, wenn ein Text viele Autoren hat.

    Viele Grüße

    Stephan

  18. Hugo sagt:

    Es sollen ja alle gleich behandelt werden aber Frauen sollen trotzdem ne Extrawurst kriegen? Wenn sie gute Artikel schreiben werden sie auch ihr Veröffentlichungen bekommen.
    Die Frauenquote oder generell diese ganzen Diskussionen um Gehaltsunterschiede sind doch sowieso Schwachsinn. Wenn eine Frau in einem Job besser ist, dann wird sie auch die höhere Position einnehmen. Man spricht immer von Frau und Mann sollen gleich sein aber ist es denn fair einen besseren Mann zu entlassen nur damit, dann 50% Frauen in der Abteilung unterwegs sind?

  19. Erich Handke sagt:

    Ich möchte meinen lieben Geschlechtsgenossen das Buch “Gender Balance” von Peter Jedlicka nahelegen, in dem erklärt wird, warum die reichsten Länder der Welt gleichzeitig jene mit der größten Gleichberechtigung sind – beides fußt auf ein paar Faktoren moderner Gesellschaften. Wer das einmal verstanden hat, der muss auch Frauenquoten richtig finden …

    E.Handke

    • M_M_X sagt:

      @erich h.
      “warum die reichsten Länder der Welt gleichzeitig jene mit der größten Gleichberechtigung sind – beides fußt auf ein paar Faktoren moderner Gesellschaften.”
      Aha. Sie kennen den Unterschied zwischen Kausalität und Koinzidenz?

      Mag sein, dass beides auf den gleichen Faktoren basiert, heisst aber halt nicht, dass man durch Verordnen des Einen das Andere bekommt.

      @bommeljogi / @antje s.:
      Sie haben selbst leider nichts zu den vorigen Posts direkt geschrieben. Etwas böse zusammengefasst kommt bei mir nur an: Ist uns doch alles egal, Männer sind schuld, wir wollen aber eine Frauen(!)quote.
      Naja… sehr erwachsen, da wundern Sie sich aber bitte nicht über Ablehnung.

    • Andi sagt:

      Sind die Frauen in Saudi-Arabien gleichberechtigt?

      In Brunei? In Dubai? In Quatar?

      In der Schweiz z.B. sind die Männer wiederum nicht gleichberechtigt.

      Millitärdienst nur für Männer, in Norwegen ebenfalls.

      Wo gibts denn in einem von diesem reichen Ländern wirkliche Gleichberechtigung?

      Das Eine hat nichts mit dem Anderen zu tun.

      Das Buch ist für die Tonne. Ich habe es in 10 Sekunden auseinander gepflückt.

      Setzen , 6

  20. Flo sagt:

    @Erich Handke: Von allem anderen mal angesehen: Muß er wirklich Frauenquoten gut finden, solange es keine Männerquoten in weiblich dominierten Berufssparten gibt? Ist das dann wirklich Gleichberechtigung?

  21. [...] Nilsole finden wir statistische Daten über die Repräsentation von Frauen in Onlineredaktionen. Was soll ich sagen, es ist nicht überraschend. Ebenso wenig wie die [...]

  22. leonie sagt:

    @Anna:
    um mal Deine Logik weiter zu verfolgen: “Die Diskussion um die arme Lidl-Verkäuferin mit ihren 400 Euro ist doch eine schwachsinnige, solange in manchen Ländern noch Frauen gesteinigt werden. Sorgen um arme Lidl-Verkäuferinnen in Deutschland sind doch Luxussorgen!”

  23. Sara sagt:

    Ich hab selbst mal in einer Online-Redaktion einer großen Tageszeitung ein Praktikum gemacht, da waren ca. 85 Prozent der Praktikanten weiblich. Die Redaktion (meines Ressorts, das muss nicht aussagekräftig sein!) war wohl zu 60 Prozent männlich. Die Chefs waren Männer. Das Übliche also.
    Es kommt aber derzeit fast nur noch weiblicher Nachwuchs nach, von daher wird sich das Verhältnis wohl früher oder später umdrehen.
    Ich persönlich hab mich von dieser Berufsperspektive abgewandt. Man verdient zu wenig und arbeitet oft in prekären Arbeitsverhältnissen. Sogar in meiner Redaktion gab es viele Pauschalisten, selbst, wenn sie vorher an der Deutschen Journalistenschule (!) waren.

  24. Petra sagt:

    Da kann ich Sara nur bestätigen! Der Chef und die Kollegen sind meistens Männlich und “kumplehaft zu einander, das nervt mich auch am meisten, weil man dann als Frau total außen vor steht! Und die verdienen mehr Geld! Zuden ist es auch so, das wir uns irgendwie hocharbeiten müssen, uns beweisen müssen und die Kerle werden sofot auf die besseren Positionen gesetzt! Ich könnt brechen!

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